Wiederaufschwung des Öl- und Gassektors schafft neue Möglichkeiten auf dem brasilianischen Arbeitsmarkt


Nachdem die Rezession des brasilianischen Öl- und Gassektors in den vergangenen Jahren zu Personalabbau und Schließungen von Betriebsstätten geführt hat, zeigt der brasilianische Arbeitsmarkt Ende 2018 eine deutliche Erholung. Unternehmen des Sektors bereiten sich nun mit Neueinstellungen von Arbeitskräften und der Kreierung von Mitarbeiterbindungsprogrammen auf hohe Projektnachfragen vor. Für 2019 wird erwartet, dass 116.000 neue Stellen geschaffen werden.

Laut des Personaldienstleisters Hays sollen im Vergleich zum Vorjahr 20% mehr Neueinstellungen im vierten Quartal 2018 stattfinden, speziell in den Bereichen Geowissenschaften und Projektmanagement. Diese Entwicklung gewann aufgrund der diesjährigen Auktionen an Schwung, bei welchen internationale Ölgesellschaften, wie Wintershall, Chevron, ExxonMobil, Ecopetrol, Equinor und andere, Explorationsrechte für Ölfelder in Brasilien ersteigerten.

„Es gibt eine große Nachfrage der Unternehmen, die die letzten Versteigerungen gewonnen haben. Viele waren noch nicht geschäftlich in Brasilien aktiv und haben bereits angefangen einzustellen.“ – bestätigt Raphael Falcão, Geschäftsführer der Personalvermittlung Hays in Brasilien.

In 2018 eröffneten und erweiterten mehr als 30 Unternehmen ihre Geschäftsstelle in Brasilien. Zudem wird der Neueintritt von mehr als 28 Unternehmen in den brasilianischen Markt erwartet.

„Diese Entwicklung spiegelt den Markteintritt neuer Unternehmen sowie den größeren Wachstumshunger von Petrobras wider. Der Öl- und Gassektor hat das Potenzial bis 2022 weitere 400.000 Arbeitsplätze zu schaffen“ – hebt José Firmo, Präsident des Brasilianischen Instituts für Öl, Gas und Biokraftstoffe (IBP), hervor.

Quelle: Zeitung O Globo, 05/11/2018